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Projektunterricht im
Fach Geschichte Klasse 10 „Zeitzeugen
berichten über die Verbrechen im Nationalsozialismus“
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Vergangenheit kennt, kann man Schlussfolgerungen für die Zukunft
ziehen.“
Dieser Satz, der wie eine Mahnung auf die Schüler der 10. Klassen wirkt, bildet das Leitmotiv für zwei Unterrichtsstunden am 8. März 2005 im Fach Geschichte. Dargeboten wird der Unterrichtsstoff nicht vom vertrauten Geschichtslehrer, sondern von Menschen, die eigentlich längst den wohlverdienten Ruhestand genießen könnten, die sich jedoch verpflichtet fühlen, persönlich erlebtes Grauen aus der Nazizeit wach zu halten. 60 Jahre nach Kriegsende gibt es nur wenige noch lebende Zeitzeugen, aus Erinnerung wird Geschichte. Und gerade deshalb ist es so wertvoll, was die Witwe des politischen Häftlings Karl Jannack, der das Martyrium des KZ Buchenwald überlebt hat, den Jugendlichen zu vermitteln hat. Sie berichtet über Konzentrationslager, z. B. über Auschwitz, Dachau, Treblinka oder Buchenwald, nennt erschütternde Fakten. |
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Veranschaulicht wird das Dargebotene durch Fotos, Briefe, Videodokumente oder eine Jacke, die ihr Mann im KZ Buchenwald trug. Sie weist aber auch auf die Kraft und den unbändigen Lebenswillen der Häftlinge hin, die Qualen und Leiden der Konzentrationslager zu überstehen. Und noch zwei weitere Zeitzeugen, die die erschütternden Erlebnisse ihrer Väter im KZ schildern, wenden sich an die Jugendlichen: „Kämpft gegen das Erstarken der NPD in Sachsen. Lasst nicht zu, dass das, was von 1933-45 geschah, sich wiederholen könnte!“ |
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Und allen wird klar, dass gegen Geschichtsvergessenheit und Gedankenlosigkeit vor allem eins hilft: Wissen und Kenntnis um das Vergangene. Dazu sind diese beiden Unterrichtsstunden ein wertvoller Beitrag, getragen von der subjektiven Erinnerung von Menschen, die Zeitzeugen waren. Diszipliniert, aufmerksam und interessiert verfolgten die Schüler das Unterrichtsgeschehen. Jedem wurde vor Augen geführt, welche unglaubliche Schuld die Nazis auf sich geladen haben. Und wenn die 90 Minuten die Schüler zum Nachdenken angeregt haben, gegen die braune Gefahr aufzutreten, hat der Unterricht sein Ziel erreicht. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Jannack, bei Herrn Stübner und Herrn Vasata, die in ihrer Funktion als Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes die Erinnerung an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft wach halten und dazu auch den Weg in die Schulen gehen. Jana Noltemeier |
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