Interessante Gesprächspartnerin im Ethikunterricht |
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Vor kurzem besuchte Frau In Am Sayad Mahmood den Ethikunterricht der achten Klassen der Mittelschule Pulsnitz. Wie am Namen bereits erkennbar ist, ein ungewöhnlicher Gast, denn Frau Mahmood stammt aus dem Irak und ist Muslima. Über mehrere Wochen hatten sich die Schüler während des Ethikunterrichts bereits mit dem Islam beschäftigt. Trotzdem blieben Fragen und Probleme, die nur jemand beantworten kann, der Muslim ist. Und so bot sich durch die Vermittlung des Ökumenischen Informationszentrums e.V. in Dresden die Möglichkeit, mit Frau Mahmood ins Gespräch zu kommen. |
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Frau Mahmood wurde im Irak geboren und lebte mit ihrer Familie in Bagdad. Sie studierte in ihrem Heimatland Elektrotechnik und arbeitete anschließend dort als Ingenieur. Für eine Frau in einem muslimischen Land ein recht ungewöhnlicher Beruf, zeigt aber doch, dass solch ein Weg für eine Muslima durchaus möglich ist. Da sich die politische Situation im Land extrem verschärfte, mussten sie 1996 aus dem Irak fliehen. Seit einiger Zeit hat sie eine neue Heimat und auch neue Freunde in Dresden gefunden. Von Anfang an war Frau Mahmood bemüht, die deutsche Sprache zu lernen und sich in Deutschland zu integrieren. Dazu gehört, dass sie in ihren Vorträgen versucht, Vorurteile über den Islam und das Leben der Muslime, insbesondere muslimischer Frauen abzubauen. So meint sie „der Glaube ist im Herzen und der Alltag ist der Weg, wie man ihn praktiziert“. Frau Mahmood erzählt interessant, beschreibt Alltägliches, zeigt Typisches für die Ausübung der Religion und ist für jede Frage der Schüler offen. Wer möchte, bekommt von ihr seinen Namen auf Arabisch –von rechts nach links- geschrieben. Die Schüler sind der Meinung, dass solch eine Begegnung eine wichtige Ergänzung zum Unterricht darstellt, weil dabei nicht der Lehrer theoretisches Wissen zu einem Unterrichtsgebiet vermittelt, sondern jemand über seinen Glauben und das damit verbundene alltägliche Leben spricht. Aber der Abbau von Vorurteilen ist ein Prozess und dabei war dieser Besuch ein weiterer wichtiger Baustein. Ute Eckardt - Ethiklehrerin |
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