Besuch der Gedenkstätte für Opfer der Staatssicherheit in Bautzen

Eine besondere Unterrichtsstunde erlebten wir am 28. November 2007 in Bautzen. Das ehemalige Stasigefängnis war unser Ziel. Einen kurzen Einblick gab es in das Leben der dort Inhaftierten. Oftmals wussten sie nicht, warum und wie lange sie einsitzen mussten oder ob sie diese menschenunwürdigen Strapazen noch lange durchhalten werden. Die unendlichen schlaflosen Nächte, immer wieder geweckt zu werden.

Man konnte sich kaum vorstellen, in solchen kleinen Zellen monatelang untergebracht zu sein und dann nur eine Stunde am Tag frische Luft und richtiges Sonnenlicht zu haben. Häufig auch noch Einzelhaft, das heißt unendliche Langeweile, schlechtes Essen und kaum Fernsehen, für mich unglaublich. Mit niemanden reden und doch nicht allein, weil man immer irgendwie abgehört wurde. Die Bevölkerung darum herum wurde hinters Licht geführt. Fahrzeuge zum Transport der Häftlinge mit Werbung getarnt.


Foto: Noltemeier

Eine schlimme Zeit für alle, die das erleben mussten. Eine wichtige Erfahrung für uns, die alles nur aus Lehrbüchern kennen.

Kati Schöne im Namen der Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses der Klassenstufe 10 und der Fachlehrerinnen Frau Mager, Frau Noltemeier und Frau Woy der Ernst-Rietschel-Mittelschule Pulsnitz

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