Eine Reise in die Vergangenheit
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| Auf unserem Rundgang wurden wir vom sächsischen Staatsminister Dr. Beermann begleitet. Die Leiterin der Gedenkstätte Frau Klewin begrüßte uns und wir betraten die ehemalige Haftanstalt "Bautzen II". Schon die Höhe der Mauern und der Bau des Gebäudes wirkten auf uns einschüchternd. In der interessant gestalteten, kurzweiligen Führung durch Fahrzeugschleusen, Zentraltrakte, Arrestzellen bis hin zu den Verhörräumen wurden uns die unmenschlichen Haftbedingungen und die Leidenswege der vielen Stasiopfer bewusst. | |
| Diese Opfer waren Männer und
Frauen, die sich dem Zwang des DDR-Regimes nicht anpassen wollten und
deshalb viele Jahre ihres Lebens weggesperrt wurden. Man kann sich kaum
vorstellen, in solch kleinen Zellen monatelang eingesperrt zu sein, mit
niemanden reden zu können und immer nur allein zu sein. Allein und doch
nicht allein - denn die Staatssicherheit hörte immer mit.
Im Anschluss an unsere Führungen bot sich uns die Gelegenheit mit Herrn Müller-Kaller, dem Leiter der Vereinigung der Opfer des Stalinismus, zu sprechen. Herr Müller-Kaller war selbst bis 1989 Häftling in diesem Gefängnis. Eindrucksvoll schilderte er uns seine Erlebnisse aus der Haftzeit und berichtete auch, mit welchen Gefühlen er heute - 20 Jahren nach seiner Entlassung - dieses Gebäude betritt. Wir bedanken uns herzlich bei Staatsminister Dr. Beermann und der Sächsischen Staatskanzlei, die uns diese Exkursion nach Bautzen ermöglichten. Der Besuch der Gedenkstätte hat uns beeindruckt und betroffen gemacht, denn nur wenn man die Vergangenheit kennt, kann man Schlussfolgerungen für die Zukunft ziehen. Jana Noltemeier, Geschichtslehrerin |
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